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Pressemitteilungen

08.02.12

BFW begrüßt finanzielle Förderung für Umbau von Pflege-WGs

 

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat Pläne zur Förderung von Pflege-Wohngemeinschaften vorgelegt. 30 Millionen Euro werden bereitgestellt, um die Wohnungen altersgerecht umbauen zu können.

Berlin, 8. Februar 2012 – „Die Idee ist richtig und gut, ältere Menschen selbstbestimmt und in Würde in einem eigenen, wohnlichem Umfeld altern zu lassen“, erklärt BFW-Bundesgeschäftsführerin Ira von Cölln. Allerdings seien die dafür ausgelobten 30 Millionen Euro für den Umbau der Wohnungen nicht ausreichend. „Wir befürchten, dass das Geld nicht ausreichend ist, um eine Wirkung in der Breite erzielen zu können“, so von Cölln weiter. Maximal erhält ein Pflege-WG-Bewohner 2.500 Euro, damit wären die 30 Millionen Euro für den Umbau ausreichend für lediglich 12.000 Menschen. Von Cölln: „Das wird das Problem nicht lösen, aber es ist zu begrüßen, dass sich das Bundesgesundheitsministerium des Themas demographischer Wandel angenommen hat.“

Von 2009 bis Ende 2011 hatte der Bund „Altersgerecht Umbauen“ mit jährlich rund 100 Millionen Euro gefördert – für 2012 und die Folgejahre stehen dafür null Euro im Bundeshaushalt. Dadurch konnten mehr als 60.000 Wohnungen barrierearm, bzw. -frei gestaltet werden. Mit Beginn des Jahres 2012 sprang die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein und legte ein eigenes Programm auf, allerdings nur mit 20 Millionen Euro ausgestattet.

„Angesichts des immensen Bedarfs an altersgerecht umgebauten Wohnungen sollte der Bund nachbessern und Geld in die Hand nehmen, sonst wird der demographische Wandel der Gesellschaft in ein paar Jahren ein Vielfaches an Kosten verursachen“, mahnt von Cölln. In den kommenden Jahren fehlen rund 2,5 Millionen altersgerechte Wohnungen – das bedeutet einen Investitionsbedarf von circa 40 Milliarden Euro. Von Cölln weiter: „Diese Summe kann die unternehmerische Wohnungswirtschaft nicht allein stemmen, da muss der Bund aktiv werden“.

Wie die genaue Ausgestaltung der Pläne zum Ausbau der Förderung von Pflege-Wohngemeinschaften aussieht, ist noch unklar, genauso wie die Kombinierbarkeit mit anderen Programmen, zum Beispiel „Altersgerecht Umbauen“ der KfW, oder ob Vermieter und Hauseigentümer Gelder direkt beantragen können.