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Pressemitteilungen

09.02.12

BFW für mehr Wohnungsbau – Raumordnungsbericht 2011 ist alarmierend

 

Der Raumordnungsbericht 2011 der Bundesregierung weist für die vergangenen Jahre eine zu geringe Bautätigkeit aus. Damit liegen die Zahlen deutlich hinter der Prognose zurück, die das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) für nachhaltig erforderlich hält.

Berlin, 9. Februar 2012 – Aus Sicht des BFW ist der Raumordnungsbericht 2011 alarmierend. „Der Bund muss dringend den Rahmen schaffen, dass mehr Wohnraum gebaut, saniert oder aber zum Beispiel aus leerstehenden Bürogebäuden umgenutzt werden kann“, fordert die BFW-Bundesgeschäftsführerin, Ira von Cölln. Die Folge der zu geringen Bautätigkeit der vergangenen Jahre sei ein stagnierendes und sogar schrumpfendes Wohnungsangebot, heißt es im Bericht der BBSR.

„Die Baugenehmigungszahlen für 2011 geben zwar Anlass zur Hoffnung, die demografische Entwicklung verlangt aber nach einem größeren Bauvolumen“, so von Cölln. Auch wenn die Gesamtzahl der Bevölkerung leicht rückläufig ist, die Zahl der Ein-Personen-Haushalte werde laut BBSR bis 2025 stetig steigen und somit auch die Nachfrage nach mehr Wohnraum. Schon jetzt klaffen in vielen Regionen Angebot und Nachfrage auseinander, sodass es zu einer Verknappung von Wohnraum auf vielen Teilmärkten kommt.

Gerade, um in Ballungsräumen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, müssen Eigentümer Anreize für Bau und Sanierung erhalten. Neben der Kaltmiete machen mittlerweile die Mietnebenkosten einen großen Teil der monatlichen Belastungen der Mieter aus. „Würden sich Bund und Länder im Vermittlungsausschuss endlich auf die Abschreibung bei energetischer Sanierung einigen, würden auch die Mieter profitieren. Nur bei einer Einigung könnten die Eigentümer langfristig planen und hätten Sicherheit. Sicherheit, die am Ende dem Mieter zu Gute kommt“, erklärt von Cölln.

Ein weiterer Ansatzpunkt, um mehr Bautätigkeit anzukurbeln und somit mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, liegt in der aktuellen Diskussion um die Kreditvergabe der Banken. „Durch Basel III wird die unternehmerische Immobilienwirtschaft in ihrem Tatendrang gebremst. Wir haben eine Kreditklemme, die am Ende auf dem Rücken der Mieter ausgetragen wird“, mahnt von Cölln. „Die Hälfte des gesamten Kreditvolumens in Deutschland entfällt auf die Immobilienwirtschaft. Wird die Beschaffung von Fremdkapital erschwert, wird der Wohnungsbau nicht mit der Nachfrage Schritt halten können, die Lage würde sich in vielen Regionen weiter verschärfen“, so von Cölln.