Agenda Aktuell

Schallschutz und erhöhter Schallschutz

Der BFW ist an der Neufassung der Schallschutznorm DIN 4109 beteiligt. Deren Inkraſttreten könnte, je nach Einspruchsbehandlung, noch 2015 erfolgen. Bereits jetzt ist absehbar: Hinweise für den „erhöhten Schallschutz“ werden nicht mehr enthalten sein. Die neugefasste VDI-Richtlinie wird vom BFW und einer breiten Mehrheit der „Wertschöpfungskette Bau“ als praxisfern, kostensteigernd und haſtungsträchtig abgelehnt. Der BFW hat sich deshalb gemeinsam mit den anderen Verbänden an einem vom DIN angebotenen vereinfachten Weg beteiligt, Empfehlungen zum erhöhten Schallschutz in Form einer sogenannten DIN SPEC PAS zu erarbeiten. Dieses Verfahren ist auf einem guten Weg, so dass spätestens gleichzeitig mit einer DIN-Neufassung auch diese Empfehlungen wirksam werden können. Dadurch würde dieses technische Segment endlich wieder auf eine verlässliche Basis gestellt.


Baukostenentwicklung

Der Wohnungsneubau wird immer teurer – und das Kostenrisiko für die Immobilienunternehmen zunehmend größer. Das zeigt die Studie „Kostentreiber für den Wohnungsbau“ des Verbändebündnisses Wohnungsbau, welchem auch der BFW als Interessenvertreter der mittelständischen Immobilienwirtschaft angehört. Kostentreiber Nummer eins ist dabei der Staat. Während zwischen 2000 und 2014 die Baupreisentwicklung im Wohnungsbau mit einem Anstieg von ca. 27 % ungefähr auf dem Niveau der Entwicklung der Lebenshaltungskosten lag, fiel die Entwicklung der gesamten Gestehungskosten im gleichen Zeitraum mit fast 40 % Steigerung deutlich höher aus. Mehr als die Hälfte des gesamten Kostenanstieges von 2000 bis 2014 resultiert dabei aus geänderten steuerlichen und baurechtlichen Regelungen von Bund und Ländern, immer umfassenderen kommunalen Auflagen sowie aus der Entwicklung der Baulandpreise.

Auszug: Kostentreiber für den Wohnungsbau

Auszug: Kostentreiber für den Wohnungsbau