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BFW Seminar: Die Willensbildung der WEG – Beschlüsse, Vereinbarungen und deren Durchsetzung

28. November um 10:00 - 16:30 Uhr

Hammer_Foto:Quelle succo_Pixabay.de

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Was erwartet Sie?

Etliche Urteile aus dem Wohnungseigentumsbereich betreffen Anfechtungsverfahren, mit denen sich Eigentümer gegen Beschlüsse wehren. Vor allem bei Beschlüssen, die mit hohen Kosten für die einzelnen Eigentümer verbunden sind oder bei Beschlüssen, bei denen sich einzelne Eigentümer benachteiligt fühlen, kommt es häufig zur Beschlussanfechtung. Damit der Verwalter hier bestehen kann, ist es erforderlich, sich einmal intensiv mit den Wirksamkeitsvoraussetzungen, unter denen Beschlüsse zu fassen sind, auseinanderzusetzen. Der Beschluss ist das wichtigste Mittel der Wohnungseigentümer, ihren Willen zu äußern. Daher ist es erforderlich, sich insbesondere mit den Hintergründen der Beschlussfassung auseinanderzusetzen.

 

Hierzu gehört die Kenntnis der wesentlichen Grundzüge, nach denen eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) organisiert ist. Der Verwalter muss wissen, wie die Willensbildung und Willensäußerung der WEG funktioniert. Er muss sich darüber klar sein, wie er eine Willensbildung herbeiführen kann. Er muss wissen, wie er die Versammlung vorbereitet, Beschlüsse fassen lässt und die Beschlüsse dann hinterher umsetzt. Dabei gibt es wesentliche Beschlüsse, also sog. Grundlagenbeschlüsse, die grundsätzlich bei jeder ordentlichen Wohnungseigentümerversammlung gefasst werden müssen, wie Beschlüsse zur Rechnungslegung, zur Bestellung und Abberufung von Organen, Entlastungsbeschlüsse, aber auch Beschlüsse von Erhaltungsmaßnahmen. Daneben gibt es auch besondere Beschlüsse, mit denen der Verwalter vertraut sein muss. Schließlich muss er den Unterschied zwischen Beschlüssen und Vereinbarungen kennen. Der Verwalter muss wissen, über welche Gegenstände er mit welchen Quoren, also z. B. einem einfachen Mehrheitsbeschluss abstimmen lassen kann. Er muss wissen, wann er qualifizierte Mehrheiten benötigt oder wann gar eine Vereinbarung erforderlich ist. Der Verwalter muss wissen, wie er die Willensbildung herbeiführt und die Willensäußerung protokolliert. Er muss sich darüber klar sein, dass es nicht damit getan ist, einen Beschluss fassen zu lassen, sondern dass die Beschlüsse auch umgesetzt werden müssen.

Der professionelle Verwalter kennt sich mit diesen Themen aus. Das Seminar bietet die Gelegenheit, sich intensiv mit den einzelnen Fragestellungen zu befassen und ggf. dort, wo regelmäßig Probleme auftauchen, Lösungswege kennenzulernen und zu diskutieren.

 

Die Teilnehmer

Das Seminar wendet sich sowohl an Mietverwalter, WEG-Verwalter und Verwalter von „Sondereigentum“.

 

Der Inhalt

A. Grundzüge der Wohnungseigentümergemeinschaft
I.   Rechtsquellen
II.   Definition und Begriffsbestimmung
III.  Das Wesen der Wohnungseigentümergemeinschaft
IV.  Die Verwaltung der Wohnungseigentümergemeinschaft
B. Willensbildung und seine Äußerung in der Wohnungseigentümergemeinschaft
I.  Versammlung der Wohnungseigentümer
II. Fassung und Äußerung des Willens der Wohnungseigentümergemeinschaft
1. Beschluss
2. Vereinbarung
3. Umlaufbeschluss
III.Herbeiführung der Willensbildung durch den Verwalter
1. Stoffsammlung und Vorbereitung der Versammlung
2. Einladung zur Versammlung
3. Die Durchführung der Versammlung und die Herbeiführung der Beschlussfassung
4. Die Protokollierung des Beschlusses
5. Die Beschlusssammlung
IV.Mehrheiten und Quoren
V.Die Umsetzung des Beschlusses
C. Einzelne Beschlüsse
I. Grundlagenbeschlüsse
1. Tagesordnungsbeschlüsse
2. Beschlüsse zu Wirtschaftsplan und Rechnungslegung
3. Beschlüsse zu Bestellung und Abberufung von Organen
4. Entlastungsbeschlüsse
5. Beschlüsse zu Erhaltungsmaßnahmen
II. Besondere Beschlüsse
1. Der Beschluss über Vertragsschlüsse
2. Der Beschluss über die Führung eines Rechtsstreits
3. Der Beschluss über Sanierungsmaßnahmen
4. Der Beschluss über den Vergleich mit dem Bauträger wegen Mängeln im Gemeinschafts­eigentum
5. Der Beschluss über die Einräumung von Sondernutzungsrechten am Gemeinschafts­eigentum
D. Besondere Willensäußerungen, z. B. Vereinbarungen
IAbgrenzung zum Beschluss
II. Erfordernis der Vereinbarung
III.Der Umlaufbeschluss
E. Die Anfechtung von Beschlüssen
I. 
Erfordernis
II. Anfechtungsbefugnis
III.Verfahren
IV.Entscheidung des Gerichts
F. Die Umsetzung von Beschlüssen
I.  Umsetzung durch den Verwalter
II. Durchsetzung gegenüber den Eigentümern
III. Folgen der unterlassenen Umsetzung
G. Zusammenfassung

Unser Seminarleiter

Andreas ReschkeRechtsanwalt Andreas Reschke,
Rechtsanwaltskanzlei Reschke, Dresden

Herr Reschke ist Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht sowie Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht. Er ist ausschließlich tätig auf dem Gebiet des Immobilienrechts, insbesondere des Miet- und WEG-Rechts. Seine langjährige Dozententätigkeit im Rahmen der Fortbildung von Rechtsanwälten, Hausverwaltern und dem BFW Landesverband Mitteldeutschland e. V. machen Ihn zu einem kompetenten Referenten.

 

 

 

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Anmeldeschluss ist der 13.11.2017

Details

Datum:
28. November
Zeit:
10:00 - 16:30 Uhr
Kategorien:

Veranstalter

BFW Landesverband Mitteldeutschland e.V.
Telefon:
0351-563 87 436
Fax:
0351-563 87 437
E-Mail:
Webseite:
www.bfw-mitteldeutschland.de

Veranstaltungsort

Airport Hotel Erfurt
Binderslebener Landstraße 100
99092 Erfurt, Thüringen Deutschland
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