Corona-Auswirkungen bei der KfW

Die Corona-Krise wird deutliche Auswirkungen auf das Konzernergebnis der KfW-Bankengruppe haben. Besonders belastet sei vor allem das Kreditvorsorgeergebnis heißt es in einer Antwort der Bundesregierung (19/21076) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/20003). Insgesamt habe sich der ökonomische Kapitalbedarf der Bankengruppe seit dem 1. März 2020 um sieben Prozent erhöht. Dennoch sei der ökonomische Deckungsgrad in den vergangenen Monaten zu allen Stichtagen deutlich über dem risikostrategischen Ziel (>160 Prozent) geblieben. Die KfW plane auch nicht, das Solvenzniveau der Bankengruppe anzupassen. Allerdings seien das Basis- und Stress-Szenario verändert worden. Demnach geht die Bank im ersten Szenario von verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus. Eine sukzessive Erholung der Wirtschaft werde aber ab 2021 erwartet. Im Stress-Szenario simuliere die Bank eine schwere weltweite Rezession ohne Erholung in den Folgejahren mit erhöhten Kreditrisikobelastungen. Die in den kommenden Jahren bevorstehende Einführung der Basel-III-Regelungen könne zu weiteren Belastungen der Gesamtkapitalquote führen (hib Nr. 803 vom 31.07.2020).

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