Digitalisierung

Datensicherheit, Datenschutz, Breitbandversorgung, Fachkräſtebedarf sowie technische Interoperabilität in Quartieren. Wir zeigen Entwicklungen und Trends der Digitalisierung des Immobilienmarktes auf und bewerten diese.

Die DSGVO und ihre Umsetzung im Unternehmen

Am 25. Mai 2018 ist Stichtag: Ab dann gelten die Regelungen der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Umgang mit personenbezogenen Daten (zB. von Interessenten, Mietern Beschäftigten und Handwerkern) unmittelbar für alle Unternehmen mit Sitz in Deutschland bzw. in der EU. Was das im Immobilienunternehmen bedeutet und welche Maßnahmen zur Umsetzung notwendig sind, erörtert der BFW in einem Interview mit Kevin Mattiszik, dem Geschäftsführer der BAUWENS Construction GmbH, und Hans-Peter Fries, dem Datenschutzbeauftragten des Unternehmens. BAUWENS ist Mitglied im BFW Bundesverband und engagiert sich im Digitalisierungsbeirat des Verbandes.

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Digitalisierung ist kein Projekt, sondern ein Weg

Im letzten Jahr hat der BFW einen Digitalisierungsbeirat gegründet, um Hand in Hand mit Partnern aus Industrie und Wirtschaft Trends und neue Technologien zu bewerten sowie Chancen und Risiken der digitalen Transformation entlang der gesamten Immobilien-Wertschöpfungskette aufzuzeigen. Die DORNIEDEN Gruppe ist im Digitalisierungsbeirat vertreten. Die FWW sprach mit dem Geschäftsführer der Gruppe Martin Dornieden.

Herr Dornieden, die Digitalisierung ist in aller Munde und verändert unser Leben und unsere Arbeitswelt. Hat die mittelständische Immobilienwirtschaft die Zeichen der Zeit erkannt?

Ich möchte es mal so formulieren: Die Unternehmen sind sich des digitalen Wandels durchaus bewusst, aber viele müssen auch die Chancen wahrnehmen, die sich daraus ergeben. Vieles steckt noch in den Kinderschuhen. Viele Unternehmer wissen nicht, welche Mittel und Wege nötig sind, um die Digitalisierung in ihrem Unternehmen voranzutreiben. Oft fängt es bereits mit einer Begriffsdefinition an: Was bedeutet eigentlich Digitalisierung für ein Unternehmen und was möchte man damit erreichen?

Das vollständige Interview steht hier zum Download bereit:

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Europäische Datenschutzgrundverordnung

Ab dem 25. Mai 2018 ist die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einzuhalten. Ab dann gelten die Regelungen der DSGVO im Umgang mit personenbezogenen Daten (z. B. von Interessenten, Mietern, Beschäftigten und Handwerkern) unmittelbar für alle Unternehmen mit Sitz in Deutschland bzw. der Europäischen Union.Es geht um die Frage, welche Daten überhaupt erhoben werden können. Die DSGVO regelt vor allem den Umgang mit den Daten, also das “Wie”. In diesem Bereich regelt die DSGVO eine Vielzahl von neuen Anforderungen, die eine umfangreiche Anpassung von bestehenden Prozessen erfordern.

Auf den ersten Blick entsprechen prägende Grundprinzipien, Verarbeitungserlaubnisse oder Schutzrechte der Betroffenen weitgehend den bekannten Anforderungen der EG-Datenschutzrichtlinie und des deutschen Datenschutzrechts. Dennoch ergeben sich auch vielen Neuerungen durch die neuen Vorgaben.

„In Vorbereitung auf die DS-GVO können Sie mit diesem Datenschutz-Werkzeug prüfen, wie gut Ihr Unternehmen bei wesentlichen Datenschutzanforderungen aufgestellt ist.
In einer kurzer Tour durch alle EU-Mitgliedstaaten werden Ihnen 28 Fragen zu zentralen DS-GVO-Themen gestellt und am Ende detailliert mitgeteilt, ob Sie sich bereits auf einem “guten Weg” zur Compliance befinden oder noch Maßnahmen zu treffen haben.“

Zudem können Sie hier einen Fragenkatalog für Unternehmen und eine Checkliste zur IT-Sicherheit downloaden.

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Die EU-Kommission hat ebenfalls einen Leitfaden herausgegeben, der einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen und die noch ausstehenden Aufgaben gibt.

Ergänzend dazu stellte die Kommission ein neues Online-Tool für kleine und mittlere Unternehmen ins Netz.


EU-Digital: Handbuch zur Einführung von BIM durch die Öffentliche Hand

Die von der EU mitfinanzierte “EU BIM Task Group” hat vor wenigen Tagen das “Handbook for the Introduction of Building Information Modelling by the European Public Sector” veröffentlicht.

Die Task Group vereint Repräsentanten der größten öffentlichen Auftraggeber aus 21 EU Mitgliedsstaaten. Planen – bauen 4.0, die Initiative aus Deutschland, zur Einführung von digitalen, den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken sowie Immobilienprojekten abbildenden Geschäftsprozessen, ist hier als Beraterin engagiert.

Das Handbuch sammelt die gemeinsamen Erfahrungen von politischen Entscheidungsträgern, öffentlich-rechtlichen Eigentümern und Infrastrukturbetreibern aus einundzwanzig europäischen Ländern und gibt unter anderem Empfehlungen zu folgenden Fragen:

  • Was ist BIM? Und was ist die gemeinsame europäische Definition?
  • Warum ergreifen Regierungen Maßnahmen, um BIM zu unterstützen und zu fördern?
  • Welche Vorteile sind zu erwarten?
  • Wie können Regierungen und öffentliche Auftraggeber die Initiative übernehmen und mit der Industrie zusammenarbeiten?
  • Warum sind ein Führungsanspruch der Öffentlichen Hand und eine gesamteuropäische Ausrichtung unter Umständen kritisch zu bewerten?

Die komplette Studie können Sie hier in englischer Sprache downloaden:

EUBIM_Handbuch_BIM_Einführung_durch_öffentliche_Hand.pdf pdf Datei ansehen —  Datei herunterladen


BFW-Digitalisierungsbeirat gegründet

v.l.n.r: Thomas Jebsen (DKB), Dr. Thomas Götzen (Interboden), Andreas Ibel (BFW-Präsident), Paolo Ferreira (BOSCH), Raymon Deblitz (Telekom)
Das Thema der Digitalisierung wird in den kommenden Jahren für die Unternehmen der mittelständischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaſt immens an Bedeutung gewinnen und zukünſtige Prozesse verändern.

Der BFW hat auf dem Deutschen Immobilien Kongress 2017 den neu gegründeten Digitalisierungsbeirat offiziell vorgestellt.
Zu seinen Gründungsmitgliedern zählen die Firmen BOSCH und die Telekom sowie die DKB Deutsche Kreditbank und das BFW Mitgliedsunternehmen Interboden. „Ziel des Beirates ist es, neue Technologien und Trends, aber auch Hemmnisse bei der Umsetzung der Digitalisierung aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln”, so BFW-Präsident Andreas Ibel.

In diesem Zusammenhang bilden u.a. die Themen Datensicherheit, Datenschutz, Breitbandversorgung, aber auch Forschung und Entwicklung, Finanzierung, Fachkräſtebedarf sowie technische Interoperabilität in Quartieren die Schwerpunkte für die Umsetzung der Digitalisierung in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaſt. Die Potentiale und Herausforderungen, die damit einhergehen, werden als beträchtlich eingeschätzt. Thomas Jebsen, Vorstand der DKB sagte: „Wenn nicht in die Veränderung investiert wird, werden die Unternehmen langfristig einen Wettbewerbsnachteil haben!“ Alle Experten des Beirates waren
sich einig: Wir müssen nicht mehr darüber diskutieren, ob und wann die „Digitalisierung“ kommt, sondern welchen Impact sie
für die Branche hat.

Der BFW-Digitalisierungsbeirat wird in den kommenden Monaten kontinuierlich um weitere Partner wachsen, um mit Blick auf die mittelständische Immobilienwirtschaſt möglichst alle Schnittstellen zu zukünſtigen Technologien und Innovationen abzudecken.

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Digitalisierung in der Finanzbranche

Klassische Banken vs. FinTechs

Die DKB, die im Privatkundengeschäſt seit über 15 Jahren eine reine Internetbank ist, hat die Digitalisierung des Bankings vorangetrieben und arbeitet bei innovativen Services schon seit 2013 sehr eng mit FinTechs zusammen. Unser Gastautor Dr. Amir Fattah ist seit Anfang dieses Jahres Chief Digital Officer (CDO) der DKB und hat auch durch seine vorhergehenden beruflichen Stationen, in der Strategieberatung und Technologiewelt, einen guten Einblick in die Digitalisierung der deutschen Bankenbranche. In seinem Artikel schildert er, welche zentralen Entwicklungen es hier in den vergangenen Jahren gab, wie sich
das Verhältnis zwischen Banken und FinTechs entwickelt und welchen aktuellen Herausforderungen sich die Finanzbranche
stellen muss.

Das Zusammenspiel zwischen Banken und FinTechs, die konkrete Ausgestaltung der Wertschöpfungspartnerschaſten und der Aufbau des digitalen Ökosystems werden die kommenden Jahre prägen. Um ihre neue Rolle als Technologieunternehmen und Orchestrator der Wertschöpfung wahrzunehmen, müssen Banken auch bei forschungsnahen digitalen Innovationen neue Wege gehen und ihren kulturellen Wandel beschleunigen.

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