Wohnungsmarkt

Deutschland-Plan für bezahlbares Wohnen

Politisches Maßnahmenpaket zum Wohnungsneubau vorgestellt

Das “Verbändebündnis Wohnungsbau” hat am 10. September 2014 in Berlin ein politisches Maßnahmenpaket zum Wohnungsneubau vorgestellt. Ziel ist es, einen Weg aufzuzeigen, der ein deutliches Absenken von Kaltmieten für Neubauwohnungen und so mehr Mietwohnungsneubau ermöglicht.

Bezahlbarer Wohnraum durch Neubau
Das Bündnis stellte in diesem Zusammenhang die Studie „Mietwohnungsbau 2.0 – Bezahlbarer Wohnraum durch Neubau“ des Pestel Instituts vor. Sie zeigt auf, was sich ändern muss, um einen attraktiven Wohnungsneubau mit niedrigeren Mieten zu erreichen. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass eine Verbesserung der steuerlichen Abschreibungsbedingungen, insbesondere die Einführung einer linearen Abschreibung (AfA) in Höhe von 4 Prozent jährlich, eine Reduzierung der Baulandkosten und verbesserte Finanzierungskonditionen einen enormen Preiseffekt auf dem Mietwohnungsmarkt hätten. Im Idealfall einer Kombination der Maßnahmen könnten die Kaltmieten in Neubauten um bis zu 4,14 Euro pro Quadratmeter gesenkt werden.

Dazu BFW-Präsident Andreas Ibel:

Das Verbändebündnis Wohnungsbau muss als Absichtserklärung nicht nur auf dem Papier stehen, sondern mit Leben und vor allem mit Lösungsvorschlägen gefüllt werden. Die BFW-Unternehmen sind bereit, mit anzupacken und zu investieren. Jedoch wird der Wohnungsbau noch in dieser Legislaturperiode zurückgehen, wenn keine Schritte zur Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen erfolgen. Dann hätten mittlere und untere Einkommensgruppen nur eine Chance auf Wohnungen, wenn sie bereit sind, auf Wohnfläche bzw. angemessene Ausstattung für ein energieeffizientes und altersgerechtes Wohnen zu verzichten.

 

Die Pestel-Studie steht für BFW-Mitglieder im Mitgliederbereich zur Verfügung.