Neue Verteilung der Maklerkosten

Wer ein Haus oder eine Wohnung kauft, muss zukünftig nur noch maximal die Hälfte der Maklerkosten zahlen. Nachdem der Bundestag (236/20) bereits am 14. Mai 2020 einen von der Bundesregierung (19/15827) eingebrachten Gesetzentwurf über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser mit geringfügigen Änderungen verabschiedet hatte, hat nun auch der Bundesrat am 5. Juni 2020 diesen Beschluss gebilligt.

Damit ist es künftig nicht mehr möglich, dass Verkäufer die volle Provision auf den Käufer abwälzen. Außerdem muss der Käufer seinen Anteil erst zahlen, wenn der Verkäufer seine Provisionszahlung nachgewiesen hat. Beauftragen beide Vertragsseiten einen Makler einvernehmlich, dann müssen sie nach dem Gesetzesbeschluss automatisch jeweils die Hälfte der Maklerkosten zahlen. Neu ist auch, dass für Maklerverträge über Häuser und Wohnungen künftig die Textform vorgeschrieben ist, um Unklarheiten zu vermeiden. Ziel des Gesetzes sei es, Immobilienkäufer vor einer Zwangslage zu schützen. Außerdem solle die Absenkung der Erwerbsnebenkosten die Bildung von Wohneigentum erleichtern. Das Gesetz wird nun über die Bundesregierung dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt. Es soll sechs Monate nach der Verkündung in Kraft treten (Bundesrat newsletter vom 05.06.2020). BFW-Mitgliedsunternehmen finden weitergehende Informationen über Details der Reform in unserer Mitglieder-Information.

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