FACHFORUM: Stadt als Campus

Soll ein Campus weiterhin als „Grüne Insel“ in der (Vor)Stadt begriffen werden oder gelingt es, Grenzen aufzulösen?

Ralf Streckwall vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) stellte den Stadtteil Berlin Buch als Labor für die Stadt von morgen vor und zeigte die Nutzung von Vernetzungspotentialen und Synergien mit der Umgebung auf. Streckwall vermittelte den Zuhörern, wie aus der ehemals größten Krankenhausstadt Europas ein zukunftsfähiger, multifunktionaler und soziodemografisch gemischter Stadtteil entwickelt werden kann – eine Stadt als Campus. Anhand zahlreicher Beispiele aus der ganzen Welt zeigte er auf, wie das gelingen kann und welche Hemmnisse es gibt. Dies wurde auch in der anschließenden Diskussionsrunde, die neben Ralf Streckwall aus Ute Hübener, Adlershof Projekt GmbH, Rainer Kieschke, Groth Gruppe und Marco Tullner, Bildungsminister Sachsen-Anhalt bestand, thematisiert. Insbesondere wurde auf die Probleme verwiesen, die die Mischung von (wissenschaftlichem) Gewerbe und Wohnen mit sich bringen kann. Hier sei auch das neu geschaffene „Urbane Gebiet“ nicht die ultimative Lösung. Auf den Hinweis aus der Runde, dass auch die Bedingungen für Investoren in Campus-Entwicklungen nicht immer optimal seien, lud Bildungsminister Tullner alle Investitionswilligen nach Sachsen-Anhalt ein, was vom Publikum mit Applaus bedacht wurde.

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