Quo vadis, Nordrhein-Westfalen? BFW lud zum Gewerbeimmobilientag in Köln

Wo und wie finden Unternehmen neue Büroflächen in der Innenstadt? Müssen wir Bürobauten neu denken? Wie verändert sich der Lebensmittelmarkt und welche Logistiklösungen werden dafür benötigt? Diese und viele weitere Fragen wurden auf dem Gewerbeimmobilientag in Köln diskutiert, den der BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen am 12. Oktober zum vierten Mal mit dem BFW Bundesverband organisiert hatte.

„Mit dem Gewerbeimmobilientag stellen wir nicht nur Trends und Herausforderungen der einzelnen Assetklassen vor, sondern wollen darüber hinaus Ideen für neue und auch gemeinsame Konzepte anstoßen“, erklärte BFW-Bundesgeschäftsführer Christian Bruch in seiner Eröffnungsrede. Bruch kritisierte, dass Gewerbeimmobilien in der politischen Diskussion oftmals zugunsten von Wohnimmobilien zurückstehen müssten. Dies sei einmal mehr beim vergangenen Bundestagswahlkampf deutlich geworden. „Dabei nehmen gerade Gewerbeimmobilien eine zentrale Rolle für die Standort- und Quartiersentwicklung einnehmen. Schließlich ist es das Nebeneinander von Wohnen und Gewerbe, das die Prosperität eines Standortes auf Dauer sichert. Mit der Einführung des Urbanen Gebietes wurde nun jedoch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan.“

Dass der Gewerbeimmobilienmarkt vor tiefgreifenden politischen und technischen Veränderungen steht, verdeutlichte die Vorsitzende des BFW-Arbeitskreises Gewerbeimmobilien, Dr. Katrin Grumme. „Die stationären Geschäfte sind zunehmend gefordert, neue und innovative Konzepte zu entwickeln, um mit dem Online-Angebot konkurrieren zu können. In diesem Wettlauf nimmt die Konkurrenz um die beste Lage zu und trägt zur Verschärfung der Immobilienknappheit bei. Mit dem Gewerbeimmobilientag bietet der BFW nicht nur den Rahmen, sondern tritt mit den Impulsen in den weiteren Dialog mit Politik und Öffentlichkeit“, so Grumme.

Auch die Landesgeschäftsführerin des BFW Nordrhein-Westfalen Lisa Gendziorra verwies auf die zentralen Herausforderungen, vor denen der Gewerbeimmobilienmarkt trotz des gegenwärtigen Booms steht. „Wie der Wohnungsmarkt muss auch Gewerbe auf den Flächenmangel in den Städten reagieren. Welche Trends und Konzepte Lösungen versprechen, verdeutlichen unter anderem die Präsentationen für Hotel- und Büroimmobilien auf unserem Gewerbeimmobilientag.“ Hier verwies Gendziorra auf das Mixed use-Konzept für Hotels in Hochhäusern, die verschiedene Nutzungen als Antwort auf Flächenmangel beinhalten, und auf das Konzept der McDreams Hotels.

Ein weiterer Trend, der von Experten auf dem Gewerbeimmobilientag diskutiert wurde, ist die zunehmende Verknüpfung von Gewerbeflächen mit Serviceleistungen – im Bürosegment etwa bei Coworking Spaces. Welche Flexibilität die zunehmende Verknüpfung von Gewerbeflächen mit Serviceleistungen von Projektentwicklern und Bauherren erfordert, wurde in einer Talkrunde zur „Arbeitswelt 4.0“ thematisiert.

In der Assetklasse des Einzelhandels wurde unter anderem das dynamische Wachstum beim E-Commerce analysiert, das sich zunehmend auf neue Produktgruppen und Lieferoptionen ausweitet. Eine effiziente Lieferkette und die immer kürzer werdenden Lieferzeiten benötigen zunehmend kleinteilige innerstädtische Logistikimmobilien. In den kommenden Jahren wird die Nachfrage nach entsprechenden Objekten deutlich steigen. Das positive Fazit der Experten: Für Investoren bieten sich dadurch zahlreiche Anlagemöglichkeiten.

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