Anett Barsch

Anett Barsch

Anett Barsch, Geschäftsführerin der CORPUS SIREO Projektentwicklung Wohnen GmbH, wurde auf dem Deutschen Immobilien Kongress am 28. April 2016 in den Bundesvorstand des BFW gewählt. Die studierte Architektin ist bereits seit 2014 Vorstandsmitglied des BFW Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und wurde im Februar 2016 für weitere drei Jahre in dieser Funktion wiedergewählt.

Barsch ist seit 2002 bei der CORPUS SIREO Projektentwicklung Wohnen tätig und verantwortet die operative Geschäftsführung seit fünf Jahren. Die CORPUS SIREO ist mit einem jährlichen Bauvolumen von ca. 500 Wohneinheiten einer der führenden deutschen Wohnprojektentwickler. Das Unternehmen hat seit 1995 rund 5.000 Wohneinheiten in Neubauprojekten in Köln, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Darmstadt, Mainz und München realisiert.

 

Sie sind seit Jahren beim BFW engagiert. Was bedeutet Verbandsarbeit für Sie?

In der Verantwortung stehend für einen deutschlandweit tätigen Projektentwickler, kenne ich die Herausforderungen im täglichen Alltag aus unterschiedlichen Perspektiven – Markt, Wettbewerbsverhalten, Nachfrage/Kundenbedürfnisse, Kommunen und Städte – und weiß diese im Einklang mit politischen Zielvorgaben zu meistern. Dieses Know-how bringe ich zu Gunsten aller Beteiligten gern mit ein und freue mich umso mehr, nun den Vorstand des BFW zu unterstützen.

Welches Ihrer Projekte würden Sie derzeit gerne hervorheben?

Mit „Neue Paulihöfe“ in Köln mit insgesamt 127 Eigentumswohnungen setzen wir unser Engagement auf dem ehemaligen Areal eines Möbelhauses fort, das wir 2007 mit dem Bau der Paulihöfe begonnen haben. Das gesamte Veedel Braunsfeld erhält damit ein schöneres Gesicht.

Ebenfalls in Köln wird in Kürze das Mammut-Projekt „Quartier Reiterstaffel“ mit 500 Wohneinheiten abgeschlossen – aktuell eines der größten Neubaugebiete in der Domstadt. Ich freue mich sehr, dass die Kölner das „Quartier Reiterstaffel“ sehr positiv annehmen und habe den Eindruck, dass der Kölner Süden weiter an Attraktivität gewonnen hat.

Aber auch im Süden sind wir erfolgreich unterwegs: In München konnten wir eines der letzten großräumigen Entwicklungsflächen im Stadtgebiet erwerben. Auf einem zirka 16.000 Quadratmeter großen Gelände an der Paul-Gerhardt-Allee in unmittelbarer Nachbarschaft zum Nymphenburger Schlosspark soll in diesem Jahr der Startschuss für den Bau von 300 Wohneinheiten fallen, 2018 sollen die ersten Bewohner ihr neues Zuhause beziehen.

Auf welches Ihrer Projekte sind Sie besonders stolz?

Alle! Jedes einzelne hat eine Besonderheit und eigene Geschichte. LambertusEins in Düsseldorf, 14 Wohneinheiten in einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1844 mitten in der Altstadt, 60 Neubauwohnungen in München-Thalkirchen mit dörflichem Charme oder die Nutzung des ehemaligen Reiterstaffel-Areals der Kölner Polizei als Wohnraum für mehr als 1.500 Menschen – wir sind sehr gut aufgestellt für eine große Bandbreite an Wohnprojekten und das macht mich sehr stolz.

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie und Ihr Unternehmen gerade?

In allen Metropolen sind Bauflächen sehr knapp und dementsprechend heiß begehrt, die immense Nachfrage lässt die Preise immer weiter in die Höhe schnellen. Gleichzeitig steigen zudem die Baukosten. Diese Entwicklung kollidiert mit der enormen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum.

Welche Vision haben Sie für die Branche?

Menschen sind heute flexibler, der Anspruch an Lebensqualität wächst, durch Digitalisierung wird alles transparenter. Urbanität und Vielfalt ist gefragt mit dem Vorzug, dass hier auch alle Dienstleistungen abgerufen werden können, die im heutigen Alltag gefragt sind. Dazu gehören insbesondere auch sehr gute Bildungseinrichtungen. Wir werden ein städtischeres Leben führen, selbst wenn wir teilweise auf dem Land wohnen. Darauf müssen wir vorbereitet sein.  Städtische Infrastruktur, die die Regionen verknüpft, ist das A und O.

Was treibt Sie an?

Ich kann beitragen, unser Lebensumfeld besser und schöner zu machen: Verantwortung für eine bessere Stadt, Qualität für unsere Kunden, Quartiere entwickeln, die auch noch in 100 Jahren einen Mehrwert bieten.

Auf welche persönliche Leistung sind Sie besonders stolz?

Ich bin stolz auf ein erfülltes Leben, in dem ich es geschafft habe, meinen Beruf als Architektin in einem Unternehmen, das mir viele Möglichkeiten gibt, sehr erfolgreich auszuüben und mit meiner Familie zu vereinbaren.

Wie entspannen Sie sich am besten?

Meine Familie ist mein größtes Hobby! Gemeinsam Zeit verbringen, z.B. Reisen und Sport machen. Am liebsten in Kalifornien bei meiner Schwester – meine zweite Heimat. Im Alltag spiele ich Tennis mit Freunden und jogge. Meine Leidenschaft ist das Skifahren, vorzugsweise im Tiefschnee (abseits des „Rummels“)

Mit wem würden Sie sich gerne einmal unterhalten?

Ich lasse mich gern inspirieren von Menschen, die über den Tellerrand hinaus blicken. Das betrifft alle Bereiche des Lebens. Ich spreche gern mit dem Taxifahrer oder mit einem Experten für Disruption – alles ist für mich interessant.