Lars Meyer

Testimonial Lars Meyer

Die Hans E. H. Puhst Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG baut und vermietet seit rund 80 Jahren Wohn- und Gewerbeimmobilien im südlichen Hamburg. Der Firmengründer Hans Edmund Heinrich Puhst gehörte zu den Gründungsmitgliedern des BFW. Heute führen seine Enkel Lars Meyer und Carola Jungwirt das Familienunternehmen in der dritten Generation. Für das Projekt “JAFFE 12” wurde das Unternehmen 2016 mit dem 2. Platz des BDA Hamburg Architektur Preises und dem 2. Platz des Publikumspreises, der vom Hamburger Abendblatt und dem BDA ausgelobt wird, ausgezeichnet.

Herr Meyer, Sie sind seit vielen Jahren beim BFW engagiert. Was bedeutet Verbandsarbeit für Sie?

Unser Unternehmen gehört zum erweiterten Kreis der Gründungsmitglieder des Verbandes. Das zeigt schon unsere enge Verbundenheit zum BFW. Verbandsarbeit bedeutet für mich immer Information und Austausch mit den Kollegen, sowie eine Bündelung der Interessen und ein gemeinsames Sprachrohr bei der Politik zu haben.

Welches Ihrer Projekte würden Sie derzeit gerne hervorheben?

Auf jeden Fall die „Jaffe 12“ in Wilhelmsburg, die wir in den Jahren 2013 bis 2015 umgesetzt haben. Entstanden ist hier auf dem historischen Grund der „Palmin-Werke“ ein Vorzeige-Gewerbehof mit ca. 6.500 qm Bruttogeschoßfläche, von denen wir bisher ca. 75 Prozent vermieten konnten. Das Projekt ist aus einem Architekturwettbewerb vor zehn Jahren hervorgegangen und zeigt beispielhaft, wie ein moderner Gewerbehof der Zukunft aussehen kann, in dem „Leben und Arbeiten zwischen den Kanälen“ bereits praktiziert wird. Mit diesem Claim wird nämlich das Gebiet zwischen dem Assmann-Kanal und dem Jaffe-Davids-Kanal gerade von der Behörde entwickelt.

Auf welches Ihrer Projekte sind Sie besonders stolz?

Hier möchte ich nochmals die „Jaffe 12“ nennen, die im November vom Bund Deutscher Architekten (BDA) einen 2. Preis unter 78 eingereichten Projekten erringen konnte. Das ist eine großartige Würdigung unserer Bemühungen um eine Weiterentwicklung Wilhelmsburgs nach der Internationalen Bauausstellung im Jahr 2013.

Was würden Sie gerne einmal bauen/entwickeln?

Ich würde sehr gern mal ein Hotelprojekt entwickeln und umsetzen, da mich die Hotelbranche seit Kindheit an fasziniert und ich mich sehr gern in Hotels aufhalte.

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie und Ihr Unternehmen gerade?

Zwei unserer sechs Gewerbehöfe liegen in einem Gebiet, welches durch IBA und IGS einem starken Wandel unterliegt. Zusätzlich gibt es durch die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße und die Planung großer Wohngebiete große Bautätigkeiten und somit auch immer wieder Behinderungen und Veränderungen, mit denen man leben muss.

Welche Vision haben Sie für die Branche?

Hier steht an erster Stelle der Wunsch nach einer Entbürokratisierung des Baurechts, um das Bauen wieder einfacher und schneller zu machen. Diesen Wunsch teilen wir mit vielen Kollegen aus der Branche. Viele Auflagen und Gesetze verteuern das Bauen unnötig und sind für das Ziel, 10.000 neue Wohnungen pro Jahr in Hamburg zu schaffen, eher kontraproduktiv.

Was treibt Sie an?

Der Wille das Vermächtnis meines Großvaters zu bewahren und in die vierte Generation zu führen. Und das Familienunternehmen so aufzustellen, dass es für die Zukunft gerüstet ist und uns und unseren Mietern noch lange Freude bereitet.

Auf welche persönliche Leistung sind Sie besonders stolz?

Meine zwei bezaubernden Töchter Alina und Vivien.

Wie entspannen Sie sich am besten?

Bei einem guten Buch, einer spannenden Blue-Ray oder schöner Musik (am liebsten laut).

Mit wem würden Sie sich gerne einmal unterhalten?

Ich würde mich sehr gerne mit dem scheidenden US-Präsidenten Barack Obama über seine Amtszeit, seine Erwartungen an die Zukunft und die Privatperson Obama unterhalten. Das wäre sicherlich sehr spannend.