Wohnungsmarkt

Die demographische Situation in Deutschland

Einfluss der Flüchtlingszuwanderung und die zukünftige Aufgabe von Quartieren

Der demografische Wandel ist in vielen Teilen Deutschlands seit Jahren spürbar. Die Lebenserwartung und das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigen kontinuierlich an, während die Geburtenrate auf einem der niedrigsten Werte in ganz Europa verharrt. Der demografische Wandel wird das Zusammenleben in den kommenden Jahren weiter verändern. In dessen Folge werden neue gesellschaſtliche Herausforderungen entstehen und sich auch die Wohnungsbedarfe verschieben.

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Konjunkturumfrage 2016

BFW-Neubau-Radar zeigt Hürden für die Immobilienbranche auf dem Weg zu jährlich 400.000 neuen Wohnungen in Deutschland

Die Ergebnisse der BFW-Konjunkturumfrage zeigen jährlich die Stimmungslage der mittelständischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaſt. BFW Neubau-Radar zeigt Hürden für die Immobilienbranche auf dem Weg zu 400.000 neuen Wohnungen in Deutschland.

Höhere Preise bedeuten ein höheres Risiko und weniger potentielle Kunden. Das Gegenteil ist das, was wir wollen!

Andreas Ibel, BFW-Präsident

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Projektentwicklerstudie 2016

Die neueste Projektentwicklerstudie von bulwiengesa wurde zu einem Zeitpunkt vorgestellt, an dem viele politische  Weichen neu gestellt werden: siehe Reform des Mietrechts, Ausgestaltung der Sonder-AfA und Neuausrichtung der Energieeinsparverordnung. Im Ergebnis führen die aktuellen Restriktionen zu Stillstand der Projektentwicklungen insgesamt, das Wohnsegment wächst weiter.

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Fachforum Wohnungsmarkt auf dem Deutschen Immobilien Kongress 2016

Auf dem BFW Deutschen Immobilien Kongress am 28. April 2016 konnte der BFW-Arbeitskreisvorsitzende Werner Verdenhalven beim Thema Sonder-AfA zwar einen konkret vorliegenden Gesetzesentwurf vorstellen, musste jedoch berichten, dass die ursprünglich für den gleichen Tag geplante Beschlussfassung durch den Bundestag ausgesetzt worden sei. Die Hintergründe dieser Verfahrensunterbrechung waren nicht eindeutig zu klären. Verdenhalven machte deutlich, dass der Gesetzesentwurf mit der absoluten Obergrenze von 3.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten dem Anreiz der Sonderabschreibung die Gefahr der Kostenüberschreitung gegenüberstelle, denn statt eines Abschmelzens der Sonderabschreibung soll diese bei Überschreiten der Obergrenze vollständig entfallen.

BFW-Bundesgeschäftsführer Christian Bruch sah die Gefahr der Obergrenze nicht nur in der Nähe zu den üblichen Erstellungskosten von 2.500 Euro pro Quadratmeter, sondern auch darin, dass die Begrifflichkeiten von Baukosten über Erstellungs-, Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten bis hin zur Wohnfläche so ungenau sind, dass entweder die Obergrenze erhöht oder aber die Rechtsfolgen einer Überschreitung gelindert werden müssten.

Michael Sachs, Vorsitzender des Expertengremiums zur Umsetzung der Wohnungsbau-Offensive, erläuterte die Ergebnisse des „Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen“ und legte dar, wie die Bereitstellung von Bauland, steuerliche Anreize, eine Vereinfachung von Bauvorschriften sowie Mittel für den sozialen Wohnungsbau erfolgreich ineinandergreifen können.

Dies war der Impuls für die Diskussion der Praktiker aus BFW-Mitgliedsunternehmen, Karl Strenger (STRENGER Bauen und Wohnen GmbH), Alexander Hofmann (Baywobau Baubetreuung GmbH) und Thomas Groth (Groth Gruppe), die die Empfehlungen im Kontext eigener regionaler Besonderheiten diskutierten.

Hofmann wies darauf hin, dass die Stadt München durch ihre Auflagen – wie die Sozialgerechte Bodennutzung (SoBoN) – das Bauen in den Stadtgrenzen vergleichsweise unattraktiv und teuer macht. Die Auflagen verteuern damit die Preise und Mieten des frei finanzierten Wohnungsbaus, denn die Fördermittel reichen für den gewünschten Anteil an Sozialwohnungen nicht aus und müssen über den freien Wohnungsbau quersubventioniert werden. Strenger bemängelte die Benachteiligung mittelständischer Bauunternehmen bei der Grundstücksvergabe gegenüber kommunalen Unternehmen. Als Beispiel nannte er die Ludwigsburger Baulandoffensive, bei der Grundstücke 30 Prozent unter dem Marktwert an kommunale Unternehmen vergeben werden. Die Städte forcierten die Preisspirale für die privaten Unternehmen, weil nicht anstelle eines Höchstpreisverfahrens eine Konzeptausschreibung erfolgt, sondern Konzept- und Höchstpreisvergabe kombiniert würden. Groth wies darauf hin, dass in Berlin Grundstücke vorhanden seien, jedoch nicht an mittelständische Immobilienunternehmen vergeben würden. Die Grundstückpolitik sei praktisch zum Erliegen gekommen.

Die Diskussion zeigte, dass sich während der Erarbeitung der Bündnisempfehlungen die Welt weiter gedreht hat und durchaus nicht in die von den Bündnispartnern anvisierte Richtung. Umso wichtiger ist jetzt die rasche Umsetzung der Empfehlungen auf allen Ebenen.

Zum Abschluss des Fachforums erläuterte Tanja Puttke (conject AG) in ihrem Vortrag anschaulich, wie sich die digitalen Trends in der Gesellschaft zum Standard in der Immobilienwirtschaft entwickeln und wie die Digitalisierung die Immobilienwirtschaft verändert und zukünftig verändern wird. Fazit: Digitale Methoden ermöglichen es zukünftig, die komplette Wertschöpfungskette und den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie digital abzubilden. Insbesondere BIM bietet hierbei auch für mittelständische Unternehmen Chancen zur Risikominimierung. Konfliktpotentiale und Probleme können so vermieden werden, bevor sie auf der Baustelle zu Verzögerungen und Umplanungen führen.


Europa – OECD Studie

Förderpolitik zur Schaffung von hochwertigem und bezahlbarem Wohnraum

Wohnen ist in den meisten OECD-Ländern der höchste Kostenfaktor für Haushalte. Rund 36 Prozent der Bewohner fühlen sich durch die Wohnkosten stark belastet. Viele Haushalte der OECD-Länder sehen sich überfordert, das betrifft in erster Linie Haushalte mit niedrigem Einkommen. Rund 15 Prozent der Mieter und rund 10 Prozent der Wohnungseigentümer bezahlen ca. 40 Prozent des zur Verfügung stehenden Einkommens nur fürs Wohnen, in Deutschland liegt der Anteil deutlich niedriger (die Rate von Mietern und Eigentümern, die rund 40 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten ausgeben, liegt unter 10 Prozent).

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Abschlussbericht Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen

Das Bundeskabinett hat am 9. März 2016 den Bericht zum Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen und zur  Wohnungsbau-Offensive beschlossen. Das „10-Punkte-Programm“ soll Voraussetzungen schaffen, um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum rasch zu decken. Das Programm sieht unter anderem die Bereitstellung von Bauland, steuerliche Anreize, eine Vereinfachung von Bauvorschriſten sowie Mittel für den sozialen Wohnungsbau vor. Im Zuge des Bündnis-Kongresses Anfang März 2016 machte BFW Präsident Andreas Ibel deutlich, dass es beim Neubau vor allem auf die Baulandbereitstellung ankommt: „Um Wohnungen an den richtigen Stellen zu schaffen, müssen die Kommunen zügig und unbürokratisch Bauland bereitstellen. Die Umsetzung der Empfehlungen der Arbeitsgruppe Liegenschaſtspolitik im Bündnis sind daher von besonderer Bedeutung.“

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