Dirk Salewski

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Dirk Salewski ist geschäftsführender Gesellschafter bei der Wohnungsbaugesellschaft beta-Eigenheim GmbH, dem führenden mittelständischen Bauträger in der Region. Salewski stieß 1987 zu dem Bergkamener Unternehmen und arbeitete nach kurzer Tätigkeit im Vertrieb als Prokurist, bevor er 2007 seine jetzige Funktion übernahm. Dirk Salewski ist Vorstandsmitglied des BFW-Landesverbandes NRW und des BFW Bundesverbandes und engagiert sich darüber hinaus als Vorsitzender des Arbeitskreises Bauträger im Landesverband NRW.

1. Sie sind seit vielen Jahren beim BFW engagiert. Was bedeutet Verbandsarbeit für Sie?

Über Fortbildungsseminare ist mein Unternehmen Ende der 80er Jahre auf den BFW aufmerksam geworden. Seit 1988 sind wir Mitglied. 2008 wurde ich in den Vorstand des BFW NRW gewählt, 2010 dann in den Bundesvorstand. Der Verband steht für Interessenvertretung der Branche, Netzwerk und Weiterbildung. Gerne engagiere ich mich in allen drei Bereichen, da die Branche nur durch den gemeinsamen Auftritt die Chance, hat wahrgenommen zu werden. Dies gilt sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene. Der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen ist mir natürlich auch besonders wichtig, da nicht Konkurrenzdenken, sondern Zusammenarbeit und Informationsaustausch die Zukunft unseres Unternehmens sichern.

2. Welches Ihrer Projekte würden Sie derzeit gerne hervorheben?

Wir entwickeln zurzeit das letzte große, zusammenhängende Grundstück in der Dortmunder Innenstadt, den ehemaligen Südbahnhof, unter dem Titel Kronprinzenviertel. Mit rund 10 ha Bruttofläche eine spannende Aufgabe der Quartiersentwicklung. Hier werden ab 2017 ca. 1.000 Menschen ein neues Zuhause finden.

3. Auf welches Ihrer Projekte sind Sie besonders stolz?

Eigentlich auf jedes (lacht). Besonders gefreut habe ich mich natürlich über die Auszeichnung unseres Atriumhauses in Holzwickede mit dem Sonderpreis des BFW im Rahmen des FIABCI Prix d’excellence Germany. Hier haben wir gezeigt, dass mit intelligenter Planung zukunftsweisende Bauvorhaben wirtschaftlich umsetzbar sind.

4. Was würden Sie gerne einmal bauen/entwickeln?

Eine den Bedürfnissen der Menschen entsprechendes Quartier. Leider beschäftigen wir uns fast ausschließlich mit den Bedürfnissen der Bürokratie. Statt im Dialog mit den Nutzern entwickeln wir im Rahmen der vielen einengenden und häufig überhaupt nicht bedarfsgerechten Regeln Wohnraum, der zwar allen einschlägigen Regeln entspricht. Dieses vorhandene, nicht bedarfsgerechte Regelwerk verkompliziert und verteuert das Wohnen jedoch zusätzlich – auf Kosten der späteren Nutzer.

5. Vor welchen Herausforderungen stehen Sie und Ihr Unternehmen gerade?

Vor der täglichen Herausforderung den Bestand unseres mittelständischen Unternehmens zu sichern und weiterzuentwickeln. Know how und eine solide finanzielle Basis sind vorhanden. Kernproblem ist ohne jeden Zweifel die Grundstücksbeschaffung. Planverfahren dauern Jahre, entwickelte Flächen sind nicht am Markt.

6. Welche Vision haben Sie für die Branche?

Kurzfristiges Renditedenken durch nachhaltige Wertschöpfung zu ersetzen. Eine Vision, die ich im Übrigen bei vielen Mitgliedern des BFW umgesetzt sehe. Im Gegensatz zu kapitalmarktorientierten Konzernen ist dies bei unseren in weiten Teilen inhabergeführten Unternehmen tägliche Praxis.

7. Was treibt Sie an?

Die Möglichkeit und die Fähigkeit durch unternehmerisches Handeln die Welt ein klein wenig zu verbessern. Die Beschäftigung mit Wohnimmobilien hat stark mit Menschen und ihrem Grundbedürfnis nach angemessenem Wohnraum zu tun. Hier Lösungen anzubieten und auf eine große Zahl zufriedener Kunden sehen zu können, ist sicherlich Antrieb. Auch der Umstand, dass unser Unternehmen seit vielen Jahren Ausbildungsbetrieb ist und jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Zukunftsperspektiven bieten kann, ist sicher Teil meiner Motivation.

8. Auf welche persönliche Leistung sind Sie besonders stolz?

Dass ich mich als Teil unseres Teams sehe. Der Erfolg des Unternehmens wird durch alle sichergestellt, nicht durch die Leistung eines Einzelnen.

9. Wie entspannen Sie sich am besten?

Auf dem Golfplatz, wenn die Murmel fliegt und im Urlaub mit der Familie.

10. Mit wem würden Sie sich gerne einmal unterhalten?

Ich hätte sicher gerne ein Gespräch mit Helmut Schmidt geführt. Von den aktuellen Menschen der Zeitgeschichte, obwohl protestantisch getauft, Papst Franziskus.